Abschied und Trauer - Der Trauer einen Platz im Leben geben

Ein Heft unter diesem Titel von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover liegt an Orten aus, wo man mit Trauer konfrontiert wird, wie zum Beispiel Krankenhäusern oder dem Friedhofs- und Gemeindebüro. Es soll Ihnen helfen bei dem, was zu bedenken ist, wenn ein vertrauter Mensch stirbt.

Was zu tun ist, wenn es zu einem Todesfall kommt

Folgende Stichpunkte sollen Ihnen einen kleinen Überblick geben, was es an bürokratischem Aufwand zu erledigen gilt, sobald ein Familienmitglied stirbt. Hinzu kommt, dass ab dann einige Fristen beginnen, die unbedingt einzuhalten sind.

 

  • Sterbeurkunde: Dieses Dokument ist das wichtigste um weitere Schritte für den Verstorbenen zu erledigen. Sie wird beim Standesamt gegen Vorlage des Totenscheins beantragt. Der Totenschein wird vom betreuenden Arzt ausgestellt. Außerdem benötigt man den Personalausweis und die Geburtsurkunde.
  • Erbschein: Zunächst muss eine Legitimation als Erbe in die Wege geleitet werden. Diese erhält man durch einen Erbschein, der beim Nachlassgericht (Amtsgericht) beantragt wird. Bsp: Bei einer Erbsumme von 200.000€ fallen 453€ kosten an. Dieser Schein ist kein Muss, solange ein notarielles Testament, eine Versorgevollmacht erstellt oder eine Immobilie im Grundbuch bereits umgeschrieben wurde.
  • Testament: Falls es eines gibt, muss es umgehend dem Gericht zugestellt werden. Es handelt sich hierbei um ein offizielles Dokument, wenn es bei der Bank oder dem Grundbuchamt liegt. Ein handschriftliches, privates Testament reicht nicht.
  • Versicherungspolicen: Nach dem Tod hat man 48 Stunden Zeit die Versicherungen über den Tod zu informieren, falls finanzielle Leistungen zu erwarten sind.
  • Rente, Verträge und Mitgliedschaften: Es können nach dem Tod Rentenansprüche bestehen, wie zum Beispiel Witwen- , Witwer-, Waisen-, oder Erziehungsreten. Außerdem müssen Abonnements, Mitgliedschaften, Handyverträge oder Stromversorgung beendet werden.
  • Vorsorge und Finanzen: Es ist sinnvoll alle wichtigen Vermögensverhältnisse an einem Ort aufzubewahren um den bürokratischen Aufwand im Falle des Ablebens zu verringern. Außerdem ist eine Bankvollmacht mit dem Zusatz "über den Tod hinaus" sinnvoll, damit finanzielle Engpässe der Hinterbliebenen vermieden werden können.